Fremdgehen erlaubt?

Etwas mehr als 30% der Männer betrügen ihre Freundin. Bei Frauen sinds 45%, die ihrer Beziehung angeblich frischen Wind einhauchen wollen. Lassen sich die Verhältnisse auch auf andere Bereiche übertragen? Sagen wir mal auf Sportarten. Man liebt seine Sportart über alles, und doch braucht man während der Saisonpause mal ne Abwechslung. Wird man deswegen gleich aus dem Verein oder der Abteilung verbannt... Ich bin mir bewusst, dass man das nicht vergleichen kann, aber irgendeine Überleitung brauch ich doch :-)


Gestern abend stand ich vor der Entscheidung: Entweder mit meinen besten Kumpels auf Volleyball vom Hochschulsport zu gehen oder zum Triathlonschwimmen. Das witzige war, dass beides zur gleichen Zeit in ein und dem gleichen Gebäude stattfand. Man geht also in das EWF-Gebäude rein und hat links die Tür zur Schwimmhalle und rechts die Tür zur Sporthalle. Da stand ich dann für ein paar Sekunden. Auf der linken Seite die Triathleten wie sie nur darauf warten bis einer die Tür aufsperrt und sie sich alle ins Wasser stürzen können. Und auf der rechten Seite die Volleyballer, alle ganz heiß drauf endlich wieder auf die Bälle dreschen zu können.

Da ich warscheinlich hoffnungslos untergegangen wär beim Schwimmen, bin ich dann mit zu den Volleyballern. Zum ersten mal seit bestimmt 2 Jahren betrat ich wieder eine Sporthalle. Krasser Scheiß sag ich euch. Hab jetzt in den Oberschenkeln und Schultermuskulatur übelsten Muskelkater... Ist eben doch ne ganz andere Bewegungsart wie das gleichmäßige reintreten in die Pedale.

 

Insgesammt waren wir 24 Leuts, von denen sicherlich noch die ein oder anderen abspringen. Wir ham uns alle kurz vorgestellt, dann irgend so ein komisches Fang-den-Ball-und-bring-ihn-hinter-die-Linie Spiel gespielt, aber zumindest war ma dann einigermaßen warm. Dann gings zum einspielen. Oh man, Ballgefühl schaut aber anders aus! Witzig wars trotzdem. Dann noch kurz einschlagen von der Vier und von der Zwie und dann ham wir auch schon vier Mannschaften gebildet und den Spielbetrieb aufgenommen. Einige von denen waren saugut drauf und ham die Bälle nur so um die Ohren gehauen. Die Mädels ham mir weng leid getan. Aber hej, Volleyball ist eben nix für Weicheier :-)

Im Anschluss gings dann noch in die Prinzenbar, die wir nach fast einer halben Stunde suchen dann auch endlich gefunden hatten. Und als ob das nicht schon schlimm genug war, hatte es dort locker 35°C, von Belüftung keine Spur, die Sitzgelegenheiten waren schrecklich, so dass man nach ein paar Minuten Rückenschmerzen ohne Ende bekam. Und die ham doch allen ernstes 3€ für ein 0,4L Bier verlangt! Und das auch noch für ein Zirndorfer... Leitungswasser häts auch getan. Nächste Woche geh ma dann in ne richtige Studentenkneipe bei der man nicht gleich sein roserotes Sparschwein schlachten muss.

Wünsch euch allen nen super Start ins Wochenende.

Grüße,

Wanja

2 Kommentare 23.10.09 10:08, kommentieren

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Der Masterplan

Letzte Woche sprach ich über meinen SuperDuperMegaMonsterMasterplan (geiles Wort^^). Nun ist er da und warter nur darauf in die Praxis umgesetzt zu werden. Mit ihm werde ich... äähm, lasst mal kurz nachdenken, vielleicht nich ganz die Welt beherrschen aber zumindest die Zeit, die ich brauche um Morgens in die FH zu kommen um mindestens 33% senken können! Sprich, von drei auf zwei Minuten verkürzen :-)

Mein Ziel ist es, den Winter über sowohl eine gute Grundlage zu bilden als auch die Spritzigkeit, welche ich mir einbilde zu haben, nicht zu verlieren. Erreichen will ich es indem ich ganz klar in lange und langsame und kurze aber knackige Einheiten unterscheide. Das Ganze dann gepaart mit Technikübungen fürs Laufen und Schwimmen, Kraft- und Dehnübungen für zwischendurch und schon können die Wettkämpfe kommen. 

Eine Trainingswoche schaut in etwa so aus:

Laufen: 

1 - 2 x pro Woche Lauf-ABC; 1 - 2 x Pro Woche Intervalltraining; 1 - 2 x pro Woche "langer Lauf" mit 7 - 11km länge je nach Lust und laune

Radeln:

1 - 2 x pro Woche kurz und knackig entweder Sprints oder eine hohe Geschwindigkeit über einen Zeitraum von 10 - 15 min halten

1 - 2 x pro Woche lange und langsame Ausfahrt mit einer mindestlänge von 2,5 Stunden

Schwimmen:

1 x pro Woche Techniktraining in der EWF, Mittwochs

2 - 3 x pro Woche im Südstadtbad nicht länger als 45min mit Technikübungen

Athletik und Kraft:

2 x pro Woche Athletik mit einer länge von knapp 15 - 20min nach einer Rad- oder Laufeinheit

1 x pro Woche Athletik und Kraft, dauert etwa 40 - 50min

Nach jedem Laufen und Radeln kurz dehnen. 

Koppeltraining:

Schwieriges Kapitel, denn damit hab ich mich im Juni in Grund und Boden trainiert. Werde jetzt noch keine Koppeleinheiten machen und erst nach und nach mit einbauen. Ende November mach ich die erste kurze und dann so alle zwei Wochen eine. Muss mich da noch weng mehr Informieren.  

 

Der Umfang beim Laufen und Radeln steigt pro Woche um etwa 10% an. In der Ruhe Woche mach ich dann 55 - 60% des Umfangs der vorrangegangenen Woche. Beim Schwimmen mach ich das was ich schaffe, denn da muss ich die richtige Technik erst erlernen. Pro Woche versuche ich ein bis zwei Ruhetage einzuschieben, je nachdem wie ich mich fühle. Die nächsten vier Wochen schauen wie folgt aus:

 

1. Woche (26.10 - 01.11)

20km Laufen: 1 x Intervalltraining am Anfang der Woche, 1 x Lauf-ABC mitte der Woche, 1 x langer Lauf und wenn ich noch lust hab entweder nochmal Lauf-ABC oder Intervalltraining

135km Radeln: Anfang der Woche 1,5h locker radeln mit 3 - 4 mal Steigerungen drin; Mitte der Woche ne schnelle Einheit und am Ende der Woche lange Tour

Schwimmen: Anfang der Woche im Südstadtbad, Mittwochs EWF Techniktraining, Ende der Woche nochmal ins Südstadtbad

Athletik und Kraft:  Anfang der Woche nach dem Radeln Athletikübungen und dehnen, Mitte der Woche nach dem Lauf-ABC wieder Athletikübungen, am Ruhetag dann die Kraft und Athletik

2. Woche (02.11 - 08.11)

25km Laufen

145km Radeln

Schwimmen ähnlich wie oben und auch Athletik ähnlich

3. Woche (09.11 - 15.11)

28km Laufen

155 km Radeln

Schwimmen und Athletik ähnlich wie oben

4. Woche (16.11 - 22.11) Ruhewoche

16km Laufen

90km Radeln

Schwimmen und Athletik wie oben nur mehr Kraftübungen

 

In etwa geht das dann bis zur Prüfungszeit mitte Januar. Dann kommt eine zwei- bis dreiwöchige Pause und dann gehts richtig rund :-)

 

Ich wünsch euch was.

Grüße,

Wanja

 

3 Kommentare 21.10.09 15:40, kommentieren

The ice age is back!

Ohne Jacke nach draußen gehen, unvorstellbar. Mütze, Schal und Handschuhe sind Pfilicht. Ich kann meinen Atem sehen! Vor etwas mehr als einer Woche bin ich noch im T-Shirt und kurzer Hose durch die Gegend geflitzt und jetzt? Brrr, viel zu kalt. Auch für jemanden wie mich, dessen Beinbehaarung an Manni das mürrische Mammut erinnert. Ich vermisse ihn jetzt schon, den Sommer. Ein ganzes halbes Jahr steht jetzt bevor, in dem das Zwiebelschalenprinzip zur Tagesordnung bei der Kleiderwahl gehören wird.

Gestern wars zwar schon sehr kalt, aber wenigstens kam da noch ab und an die Sonne raus. Die Zeit nutzte ich so gut es ging voll aus und hab den ganze Nachmittag aufn Rad verbracht. Schön dick eingepackt ging es über das frisch gefallene Laub in Richtung Diepersdorf und weiter. Ach war das schön. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt wo es meinen Füßen kalt wurde! Alter Schwede, so hatte ich den letzten Winter aber nicht in Erinnerung. Die letzt halbe Stunde hab ich meine Füße fast nicht mehr gespürt und auch die Nase hatte sich in einen rötlichen Eiszapfen verwandelt. Und das obwohl wir grad mal 4°C über Null hatten! Bei der nächsten Ausfahrt werd ich auf jeden fall noch mindestens ein Paar Socken und Überschuhe drüberziehen. 

Hab mir vor ein paar Tagen ne Lauf-Tight bestellt und warte schon ungeduldig auf das Paket. Wer schonmal versucht hat bei 5°C in kurzer Hose zu laufen der weiß wie kalt das ist :-) Doch irgendwie freu ich mich auf die kalte Jahreszeit was das Laufen angeht. Das wird bestimmt witzig im Schnee zu laufen, das stechen der kalten Luft in Hals und Lunge zu spüren, das Funkeln der Schneekristalle in der Sonne oder der Anblick vom teilweise vereisten Wördersee. Ja, in der Hinsicht wird es ne schöne Jahreszeit. 

Was meinen Trainingsplan für die nächsten drei Monate angeht, so ist dieser fast fertig und ich werde ihn am Ende der Woche online stellen. Und jeder kann dann seinen Senft dazu geben :-)

Ich wünsch jedem ein frohes heizen, auf dass jeder auf Temperatur kommt. 

Grüße,

Wanja

1 Kommentar 15.10.09 15:23, kommentieren

Es ist klein, flach, rund, blau und ist die Lösung aller Probleme...


... wer es noch nicht erraten hat dem helf ich gerne auf die Sprünge. Es ist ein Coin! Diesen Coin trage ich für die nächsten 6 Monate mit mir rum um so oft ich will in alle Schwimmbäder in Nürnberg zu gehen! Den Coin oder eine VGN Freifahrtkarte bekommt jeder Student, der nach oder innerhalb Nürnberg umzieht. Dass ich mich für den Coin entschieden habe ist eigentlich mehr als klar. Zum einen kann ich jetzt so oft schwimmen wie ich will und zum anderen, was zum henker will ich mit einer VGN-Karte?

Auf jeden Fall bin ich jetzt total happy und zähle schon die Stunden bis zum nächsten Schwimmbadbesuch, also so in 7 Stunden :-)

Wenn ich damit nicht zum Schwimmerass werde, dann ist mir auch nicht mehr zu helfen. Die Stadt Nürnberg wird es noch bereuen mir diesen Coin ausgehändigt zu haben! Das wird ein Spaß.  

Jetzt geh ich erstmal ne runde radeln und mach mich dann wieder an Elektronik ran.

Haut rein,

Grüße, Wanja

1 Kommentar 11.10.09 10:37, kommentieren

Die etwas andere Radausfahrt

Heut erzähl ich euch wie ich am Mittwoch ne kurze Radausfahrt bewältigt hab. Folgendes war passiert: Auf dem Rückweg vom Stadtlauf letzten Samstag ist mir der Schaltzug gerissen und ich konnte ab da nur noch im zweithöchsten Gang fahren, was wirklich verdammt anstrengend ist in der Stadt. Jede noch so kleine Erhebung wird zum Mount Everest. Vom Anfahren an der Ampel will ich gar nicht sprechen :-)

Am Montag bin ich dann bei strömendem regen zum Fahrradhändler meines Vertrauens gefahren und holte mir Schaltug und Endkappen. Im weiteren Tagesverlauf hatte ich auch nicht mehr die Zeit diese zu verbauen. Auch aum Tag drauf fanden sich keine 15 freie Minuten um das doch recht große Problem zu beheben. So langsam fing ich an mich an meine Zweigangschaltung zu gewöhnen und fand sogleich ein paar Vorteile. Je schneller ich fuhr, desto leichter wurde es mit dem schweren Gang und so trainierte ich ein paar Muskeln die sonst nicht, oder nur sehr wenig beansprucht wurden. 

Kommen wir nun zum Mittwoch. Das Wetter wurde merklich besser und ich nahm mir vor den Schaltzug zu verlegen und anschließend ne kleine Runde zu drehen. Da stand ich nun im Innenhof und wollte schon loslegen als ich merkte, dass ich meine Kneifzange in Bayreuth gelassen hatte. Ich schnappte mir mein Schloss, legte es einmal um meinen Oberkörper und fuhr in Richtung OBI los um mir irgendeinen Zange zu holen mit der ich endlich diese verdammte Schaltung wieder zum laufen bekomm. 

Als ich dann am Wörder See entlang fuhr, dacht ich mir, wenn ich schonmal hier bin, dann kann ich auch noch einmal um den See fahren. Und als ich dann bei Erlensteegen war fuhr ich einfach weiter aus der Stadt raus. Der Anblick muss göttlich gewesen sein wie ich in meiner kurzen Freizeithose, dem Schlabber-T-Shirt, Schloss um den Oberkörper, ohne Helm und mit herunterhängendem, gerissenen Schaltzug durch die gegend heizte :-) Auch wenn der Ausflug nur ne Stunde gedauert hat, so hat er mir verdammt viel gebracht. Am Tag drauf hätt ich mit meinen Beinen Bäume ausreisen können! 

Anschließend bin ich dann auch noch zum Obi gefahren und besorgte mir die Lebensnotwendige Zange. Nun fahr ich wieder mit allen Gängen durch die Gegend und ihr könnt euch nicht vorstellen wie schön es ist schalten zu können :-) Gibt es etwas schöneres auf der Welt?!

An alle, denen sowas auch passiert, bringt die Schaltung so schnell wie möglich in Ordnung egal ob selbst oder durch den Fachmann. Es ist das Beste für eure Sicherheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer!

Bis demnächst,

Grüße, Wanja

1 Kommentar 11.10.09 10:06, kommentieren

Und plötzlich sah ich nur noch Orange...

Wenn 2600 Läufer, alle im gleichen orangenen T-Shirt, den Frauentorgraben entlang laufen, dann fällt einem erst auf wieviele Menschen sich dem Laufsport widmen. Ein faszinierender Anblick!


Am Samstag um kurz vor 10 traf ich mich mitm Thomas im Start-Zielbereich und wir waren da schon von der Veranstaltung, den Massen an Menschen und dem Bratwürstchengeruch fasziniert. Wir schauten uns weng aufn Gelände um, gaben unsere Sachen in der Tiefgarage ab (was für ein Stau sich dort auf der Treppe gebildet hat, unglaublich) und quetschten uns anschließend an all den Menschen wieder in Richtung Start-Zielbereich durch. Eigentlich wollten wir noch schnell Wasser ablassen, aber bei dem Andrang auf die Dixiklos wär ma davor verhungert! 

Als sich die ersten bzw. alle an die Startlinie aufstellten, dachten wir eigentlich, dass wir noch ewig Zeit hätten. Deswegen liefen wir uns im großen Bogen warm und waren erst um 3 Minuten vor dem Start am hintersten Ende der Startaufstellung angekommen! Phuu war das knapp. Kurze Zeit später kam der Startschuss, denn wir gar nicht gehört hatten und nur durch die Jubelschrei der anderen mitbekamen. Dann standen wir erstmal und standen und standen. Mir kam es vor wie ne Ewigkeit bis der ganze Trott in Bewegung gesetzt hatte. Und als es dann vorwärts ging, konnte man problemlos nebenher gehen und nicht laufen. Solch ein langsames Tempo war es.

Irgendwann konnte man auch wirklich laufen und es ging endlich vorwärts. Unser fataler Fehler zu spät zum Start zu kommen und somit ganz hinten zu starten wurde uns nun voll bewusst! Die Straßen waren viel zu eng für 2600 Leuts und sie waren alle vor uns! Ein geschmeidiges vorbeilaufen im Sinne einer Überholspur suchte man vergebens. Vielmehr geriet das ganze zu nem Reinrassigen Slalomlauf mit Wechselnder Laufgeschwindigkeit. Mal musste man Sprinten um noch vor der nächsten Laterne am nächsten Pulk vorbei zu kommen. Ein andern mal musste man dem Tempo der anderen folgen da kein Vorbeikommen war.

Auf dem ersten Kilometer pendelte sich mein Puls etwa bei 180 - 185 bpm ein, was ich ganz gut fand. Als wir dann aber auf den Weg entlang des Wörder Sees einbogen gings richtig ab. Die einzige Möglichkeit vorran zu kommen bestand darin nicht auf dem Weg sonder aufn Gras zu laufen um sich somit eine "Überholspur" zu bauen. Ab dem Zeitpunkt drückte der Thomas ordentlich aufs Gas und ich lief nun nicht mehr neben sondern hinter ihm. Ab da sollte mein Puls die nächsten 45 Minuten nicht mehr unter 200bpm fallen! 

Wir sind an den Läufern nur so vorbeigeschossen und noch konnte ich das Tempo ganz gut mitgehen. Kurz vor der 5km-Marke ging es dann nicht mehr ganz so leichfüßig vorwärts wie es noch die ersten 10 min der Fall war. Ab nun hatte ich so meine Bedenken ob das Anfangstempo nicht doch zu hoch gewählt war. Bei Kilometer 6 war ich dann schon gute 30 Meter hinterm Thomas und konnte den Abstand kurz nach Kilometer 7 halten. Ab da war ich dann eigentlich schon fix und alle und ich wollte nur noch stehen bleiben und mich hinlegen! Den Thomas musste ich nun ziehen lassen und nun suchte ich mir nen neuen Vordermann. Etwa ab dem Zeitpunkt hab ich nur noch wenige überholt, aber zum Glück hat mich keine überholt, denn sonst wärs warscheinlich noch um einiges schwerer geworden. 

Der schwerste Kilometer von allen war mit Abstand der zwischen 7 und 8. Es kam mir vor wie eine Ewigkeit. Dann kam Anstieg hoch zur Lorenzkirche und ich hab gedachte ich kipp an Ort und Stelle um! Was für ein Kraftakt! Die Zuschauer rund um die Lorenzkirche haben jeden Einzelnen super angefeuert und ich weis nicht wie ich es ohne sie geschafft hätte. Ein riesen Dankeschön an alle. Ach der letzte Abschnitt parallel zum Frauentorgraben war spitzenklasse. Da wird man von den Menschen nur so ins Ziel getragen. Überall klatschen, rascheln und rufen sie jedem zu und feuern ihn an. Einfach nur geil!

Und dann gings auf die Zielgerade. Zeit für einen Enspurt dacht ich mir und gab langsam gas. Witzigerweise fand ich das nun deutlich schnellere Tempo um einiges angenehmer wie das vorherige dahintrotten. Alle anderen um mich herum kamen mir so unglaublich langsam vor. So als würden sie auf der Stelle stehen. Und dann kam etwas womit ich nicht gerechnet hatte. Kam da doch wirklich einer von hinten geschossen. In einem warnsinns Tempo schoss er an mir vorbei und für einen kurzen Moment wollte ich ihm hinterher, doch irgendwie sah ich keinen Grund das Tempo nochmals bis zur Spitze zu verschärfen. 

Überglücklich lief ich nach 50:30 ins Ziel ein und wurde 374ter. Dann sah ich den Thomas, der mit 48:21 einen Bombenzeit gelaufen ist, wir gratulierten uns und tranken erstmal fünf von den Isobecher leer. Das hat gut getan. Achja, was das trinken während dem Laufen angeht, so muss ich das mal üben. Denn bei dem Versuch im Laufen was ausn Becher zu trinken hab ich mir entweder alles über den Körper geschüttet oder die halbe Nase überflutet :-) Selbst nach mehrmaligem Zielen traf ich meinen Mund nicht so wie ich mir das vorstellte!

Abschließend kann ich sagen, dass der Nürnberger Stadtlauf eine tolle Veranstaltung ist, mit der jeder auf seine Kosten kommt. Die Verpflegung an der Strecke war auch ausreichend und was die 10,5km angeht: Ich hatte mir die 10km schon schwer vorgestellt, aber dass die sich so dermaßen hinziehen hat mich dann doch überrascht. Der Thomas, das Tier, läuft auch erst seit nem halben Jahr und ist schon sowas von schnell unterwegs. Dies liegt warscheinlich daran, dass er jede woche mindestens zwei 10 - 15km Läufe macht! Was ich von mir (noch) nicht behaupten kann :-) Für den ersten 10km-Lauf war ich aber dennoch zufrieden und meine Zielzeit hab ich auch erreicht. Nächstes Jahr bin ich wieder dabei!

Hier noch ein schönes Video vom Lauf:

http://www.nordbayern.de/artikel.asp?art=1097710&kat=264

Und wieder kann ich nur sagen, genießt das traumhafte Wetter! Bis demnächst.

Grüße,

Wanja

 

 

3 Kommentare 5.10.09 10:36, kommentieren

Lauf Forrest, lauf!

Lauf soweit du willst, soweit du kannst, soweit du darfst! Am Willen sollte es für Samstag nicht liegen, eher am Können, wenn ich es nicht unter 50 Minuten auf 10km schaffe.Und das Können setzt sich zusammen aus Talent und Training. Letzteres hab ich in den letzten 7 Tagen stark vernachlässigt und ersteres ist Ansichtssache :-).

Nachdem ich gestern meine zwei Runden gelaufen bin, dachte ich eigentlich dass es beim Stadtlauf gar nicht mal soo schwer werden sollte. Als ich aber dann meine Zeit gesehen habe, stellte ich fest, dass ich noch ordentlich nen Zahn zulegen müsste um die angepeilte Zeit zu erreichen. Großartig trainieren kann ich jetzt nimmer. Jetzt nur noch heut Abend 30 - 40 min laufen, bissi radeln und morgen kann ich mir dann nen ruhigen Tag machen. Wobei ruhig im Moment eher das bedeutet, dass ich meinen neuen Schrank aufbauen muss, die Küche wenigstens einigermaßen wohntauglich gestalten und sonstige Sachen aufräumen. 

Langweilig wurde es mir in den letzten Tagen aufgrund des Umzugs nicht! Was da an Arbeit auf einen zukommt und was alles schief bzw. anders läuft als man denkt. Da bekommt man das ein oder andere graue Haar von. 

Jetzt geh ich erstmal ordnetlich Leberkäs bei den Informatikern fuddern :-) ach freu ich mich drauf! Wünsch euch allen noch einen schönen Donnerstag und prost aufs neue Semester!

Grüße,

Wanja

1.10.09 09:38, kommentieren

Knapp vorbei ist auch daneben...


Knapp daneben heißt im heutigen Fall etwas mehr als 20 Sekunden. Denn genau die haben mir auf meine Wunschzeit gefehlt so dass ich das Zeitfahren nach 1:05:21 und 33,08km/h beendete.

Als ich heute morgen um halb 8 aufstand und meine Nase aus dem Fenster streckte wollte ich nur noch zurück ins Bett! Denn draußen war es leicht Neblig und hatte 9°C, gefühlte -20°C! Irgendwie hatte ich überhaupt keine Lust bei der Kälte zu fahren, aber bezahlt ist bezahlt und so musste ich da eben hin. Gegen 9 Uhr schien die Sonne schon recht stark und meine Hoffnungen auf ein nicht all zu kaltes Rennen wuchsen minütlich an.

Zahlreich waren die Mitglieder des Teams Icehouse im Start/Zielbereich vertreten und waren alle super gut gelaunt. Letztenendes waren es vielleicht 40 Fahrer die sich auf die 36km lange Strecke begaben und versuchten den Frank von seinem Thron zu stoßen. Gestartet wurde in einem Abstand von einer Minute und ich war dann um 10:30 Uhr dran. Mit Handschuhen, Schal und Wollarmlingen stand ich am Start und hatte schon nach wenigen Minuten die leise Vorahnung, dass ich mich zu warm eingepackt hatte. Denn im Laufe der nächsten Stunde wurde mir verdammt warm!

Schon nach 6km wurde ich vom ersten Überholt und wenig später schoss auch der Frank an mir vorbei. Letztenendes überholten mich fünf Leuts aber ich muss zu meiner Verteidigung sagen, dass die alle super geile Zeitfahrmaschinen hatten! :-)

Die Strecke ist erste Sahne und fährt sich super. Es ist für jeden was dabei angefangen von langgezogenen geraden Abschnitten bis zu 8% Steigungen und die dazugehörigen Abfahrten. An manchen Stellen waren auch ein paar Zuschauer zu sehen aber den größten Teil der 36km musste man mit dem Brennen in den Oberschenkel selber fertig werden :-)

Welche Plazierung ich letztenendes eingenommen habe, kann ich bis jetzt noch nicht sagen, da die Ergebnisse noch net online sind. Aber eins weis ich jetzt schon, nächstes Jahr fahr ich da sicher wieder mit, denn das hat ne menge Spaß gemacht! Kann ich jedem nur empfehlen! Sobald die Ergebnisse online sind, reiche ich diese nach.

Jetzt steht für morgen noch der Umzug auf dem Plan und dann bin ich endlich wieder in Nürnberg und das Studium geht in die nächste Runde.

Grüße,

Wanja

 

EDIT:

So, die Ergebnisse sind online und ich konnte mit einer Zeit von 1:05:38 den 20ten Platz belegen. Eigentlich ganz gut oder? :-)

 

1 Kommentar 27.9.09 23:03, kommentieren

Wie bekomm ich ganz schnell ordentlich Muskelkater?

Es war Sonntag um 7:54 Uhr als die Welt noch in Ordnung war. Die Sonne schien, die Vögel ham gezwitschert und es war noch kein Mensch auf den Straßen. Alles war ruhig. Um 7:55 Uhr war die Welt dann schon nicht mehr ganz so ruhig, denn mein Wecker klingelte! Zeit für einen schönen kurzen Morgenlauf.

Nach ner halben Tasse Kaffee hatte ich um 8:20 Uhr meine Laufschuhe an und bin mit noch leicht müden Augen durch die Haustür ins Freie gerannt. Saugeil sag ich euch. Alles ist so ruhig. Ein leichter Nebelschleier durchdrungen von etlichen Sonnenstrahlen. Die Herbstblätter verwandeln die grauen Straßen und Wege in farbenfrohe Teppiche. Die Luft ist rein und feucht. Einfach ein Traum!

Nach einem kurzen einlaufen rannte ich dann richtig los. Ohne Pulsuhr, nach Gefühl lief ich da vor mich hin. Vorbei an ersten Passanten die ihre Hunde zum Morgentlichen Gassigehen ausführten. Sie sahen mich an, schüttelten den Kopf und ich lachte ihnen entgegen. Mir gings da einfach nur gut. Nach 10 Minuten machte ich dann schon langsam schlapp. Das Tempo war doch recht hoch gewählt worden. Hmm, naja kann man nix machen, nun war ich zumindest schonmal wach. Dann rannte ich noch 12 weitere Minuten durch die Gegend bis ich beim Bäcker vorbeikam und mir meine Brötchen frisch fürs Frühstück kaufte. 

Im Gegensatz zu den vorherigen Läufen bin ich den komplett über den Vor- bzw. Mittelfuß gelaufen. Die daraus resultierenden Folgen hab ich erst am Tag drauf zu spüren bekommen! Ein heftiger Muskelkater in den Waden der nach wie vor anhällt und vorallem beim Treppensteigen höllische schmerzen bereitet. 

Nun aber wieder zurück zum Früstück. Es war kurz vor 9 als ich mitm Laufen fertig war und mir ordentlich den Bauch vollpackte um im Anschluss daran ne mehr oder minder lockere drei Stundentour zu machen. Noch kurz das Rad gecheckt und schon gings los. Ach war das angenehm aufm Radl zu sitzen und einfach zu treten. So langsam rührte sich das Leben auf Bayreuths Straßen wieder und ich traf vermehrt auf Fußgänger und Radfahrer. 

Das alter der Menschen, die ich da getroffen hab stand im krassen Gegensatz zu dem was noch keine 10 Stunden vorher in der Stadt los wahr. Während am Abend zuvor das Durchschnittsalter bei 19 - 23 lag, war es am Sonntag Morgen jenseits der 60 Jahre Marke! Was für eine Mammutaufgabe ist es für eine Stadt diese unterschiedlichen Lebensgewohnheiten gleichermaßen befriedigen zu können? Während der Fahrt gingen mir noch viel andere Dinge durch den Kopf und ich konnte so richtig schön abschalten. 

Um 13 Uhr war ich dann wieder daheim und stürzte mich auf die frisch gegrillten Steaks! Man war das lecker. Was ich da in mich reingeschaufelt hab, hammer. Dafür, dass ich sehr schnell gerannt bin und 3 Stunden gefahren bin, gings mir zu dem Zeitpunkt einfach spitzenmäßig. Aber nun hab ich noch immer heftigen Muskelkater in den Waden und ich hoff jetzt einfach, dass es bis Morgen oder so vorbei geht. 

Am Abend fand ich dann auch noch die perfekte Küche für meine neue Wohnung, die wir jetzt am Sonntag nur noch abholen müssen. Dann nur noch die Sachen nach Nürnberg karren und ein paar andere vom Wohnheim verladen und schon ist der Umzug fertig.  Wie ich mich drauf freue :-)

Was das Zeitfahren am Sonntag angeht, so werde ich mich da nicht wirklich speziell vorbereiten sondern einfach so wie ich bin starten und hoffen, dass was gescheites dabei rauskommt :-)

Genießt den traumhaften Herbst!

Grüße,

Wanja

1 Kommentar 23.9.09 02:26, kommentieren

The 10k run...

Der 3. Oktober rückt immer näher und schon gibt es die ersten Planänderungen. Nachdem ich mitm Thomas telefoniert hab und er versucht hat mich von 6km auf 10km umzustimmen war ich mir noch unsicher ob ich das wirklich machen sollte. Als mir dann auch ein paar andere dazu geraten haben, steig ich jetzt auf die 10km um... Phuu, da muss ich mich ja richtig anstrengen :-)

Wo ich schon mal beim Laufen bin. Entweder ist mir das bisher noch nicht aufgefallen oder in Bayreuth sind Läufer an Seltenheit kaum zu überbietende Geschöpfe, die sich schwitzend und keuchend entlang des Flusses gegen den Strom fortbewegen. Was einem da an Blicke zugeworfen werden, da kriegt mans mit der Angst zu tun! Hunde werden nicht an die Leine genommen oder versucht den Weg für andere frei zu machen. Und einem entgegenkommenden Läufer mal 30cm Platz auf dem Weg zu lassen ist wohl auch zu viel verlangt! Gradaus laufen ist hierbei fast schon ein ding der Unmöglichkeit, da wird jeder Lauf zum Hürden-, Slalom- und Querfeldeinlauf. Wie war das noch mal: Was mich nicht umbringt das macht mich stark?!     

Heut war ich mit meinem zukünftigen Lebensabschnittswohngefährten zur Vertragsunterschreibung in Nürnberg. Und ich sags euch, die Wohnung ist saugeil! Keine 3 Minuten zur Fh, eine Bäckerei direkt unten drunter, genug Pizzaläden in der Nähe und Lautsprecher in der Decke vom Bad. Ach ich freu mich. Das einzige was zum Problem werden könnte ist das aufhängen der schwitzigen Wäsche... Aber das krieg ich schon irgendwie gebacken.

Jetzt wird erstmal weng auf die Wohnung angestoßen! Haut rein, man sieht sich.

Grüße,

Wanja   

1 Kommentar 16.9.09 21:52, kommentieren

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